100-Wort-Geschichten

Auf dieser Seite findest du fünf Geschichten.

Jede dieser Geschichten erfüllt folgende Voraussetzungen:

  • Sie ist genau 100 Worte lang (ohne die Überschrift).
  • Sie enthält einen Kerngedanken (gelb gemarkert).
  • Die erlebende Person ist ein gewisser Jonah.

Im Englischen gibt es einen Begriff für Kürzestgeschichten von 100 Wörtern: Drabble. Auf Wikipedia steht, dass dieser Ausdruck auf einen Sketch von Monty Python zurückgeht.

Wie auch immer…

Wenn du Lust hast, dann lies dir die eine oder andere Geschichte durch. Gefällt dir diese Form? Wenn ja, dann solltest du dir die Webseite anschauen, auf der jeden Tag eine 100-Wort-Geschichte veröffentlich wird. Sie heisst wie die Hauptperson der Geschichten: Jonah Johannson.

Wenn du möchtest, kannst du dich auch direkt in den Jonah-Brief eintragen. Das ist eine Art Newsletter und du erhälst dann jeden Tag die aktuelle Geschichte in dein E-Mail-Postfach geliefert.

Aber nun … schau dich erst mal und entscheide, ob dir diese kurzen Geschichten überhaupt gefallen:

Der Tag, der immer besser wird

Der Beginn dieses Tages ist perfekt!
Jonah hat über eine Stunde damit verbracht, in der Bibel zu lesen.
Sich Gedanken zu machen.
Und zu beten.

Immer noch beseelt geht Jonah Brötchen holen.
Die Frau in der Schlange vor ihm faucht ihn an: „Sie haben keine Maske auf! Ohne Maske darf man hier nicht rein!“
Erschrocken greift Jonah nach seiner Maske. Bevor er sie aufsetzt, lächelt er die Frau freundlich an: „Danke, dass sie mich darauf aufmerksam machen.“
Die Irritation ist der Frau anzusehen.

Sie spürt, dass dieser Tag ist gerade besser geworden ist.
Freudig gönnt sie sich ein extra Rosinenbrötchen.

Der goldene Käfig

„Uns geht es gut! Unser Leben ist perfekt … wir haben Geld, Einfluss, sind gesund, fahren Porsche und dreimal im Jahr fliegen wir in Urlaub. Also, was willst du?“
Jonah kann den Mann am Nebentisch reden hören.
„Ich brauche deine Bibel und deinen Jesus nicht!“
Mit rotem Kopf nimmt die zierliche Frau ihre Tasche und verlässt das Café.

Jonah denkt: „Manchmal vergoldet der Teufel den Käfig, in dem wir sitzen. Dennoch sind wir eingesperrt. Wir können so eingelullt sein, dass wir den Käfig nicht sehen und auch nicht die Tür, die Gott uns offen hält.“

Bis es zu spät ist.

Familie im Gottesdienst

Jonah schaut sich um:

Die Stimmung ist toll. Musik schallt durch den Raum. Die Menschen feiern und haben glückliche Gesichter. Einige heben die Hände, andere schließen die Augen. Manche sitzen, andere stehen. Wir sind eine Familie … und auch das Oberhaupt ist da. Jesus! Mitten unter uns …

Wir feiern die Lobpreis-Zeit.

Viele sagen: „Das ist die schönste Zeit im Gottesdienst.“
Andere sagen: „Ja, aber die Predigt ist auch wichtig.“
Jonah denkt: „Nie sind wir so vereint wie im Gottesdienst. Hier ist meine Familie. Die kann ich mir nicht aussuchen. Aber ich kann sie lieben. Jeden Einzelnen.“

Jesus will das.

Renn um dein Leben!

„Sie kommen! Und sie werden uns umbringen!“

Kreidebleich und mit zitternden Lippen starrt Werner aus dem Fenster.
„Lass uns beten. Jesus ist hier. Er hört uns.“ Jonah legt seine Hand auf Werners Schulter.
„Ja, wir beten, dass wir fliehen können.“
Jonah schmunzelt: „Wir beten nicht für uns, wir beten für Andere. Wir beten für alle, die fliehen müssen. Jetzt und zu allen Zeiten.“
„Meinetwegen. Aber auch für uns! Wer sollte sonst für uns beten?“
„Für uns betet Jesus. Aber andere Menschen sind schutzlos – alle, die Jesus nicht kennen.“

Werner senkt den Blick: „Ist das nicht immer so?“
Jonah nickt.

Neulich im Supermarkt

Hochkant rausgeworfen!

Jonah steht vor dem Supermarkt und überlegt: „Warum, was habe ich getan?“

Die alte Dame kommt nicht an die Kekse im obersten Regal heran. Wie auch, sie ist nur 1,60 Meter groß. Jonah sieht sie und er hilft ihr. Das würde doch jeder tun, oder?

Da bricht der Sturm los.

Eine Verkäuferin läuft laut rufend – fast schon schreiend – auf Jonah zu. Kurz darauf ist er von einem Dutzend Angestellten umringt. Ein Manager kommt dazu und herrscht ihn lautstark an: „Verlassen Sie sofort den Laden!“

Vorsichtig stellt Jonah die alte Dame wieder auf den Boden …
und geht.