Johannes Markus, der Autor des Markus-Evangeliums

Sein Name ist Programm: Johannes bedeutet „Der Herr ist gnädig“, Markus ist lateinisch für „Hammer“. Was wissen wir über das Leben des Johannes Markus (JM)?

Die Familie des Johannes Markus

Seine Mutter heisst Maria und ist eine gottesfürchtige Jüdin. Nach ihrer Bekehrung zum Christentum wird ihr Haus zum Mittelpunkt der Jerusalemer Gemeinde (Apostelgeschichte 12, 12).

Der Onkel von JM ist Barnabas, ebenfalls Judenchrist. Ein Judenchrist ist ein Mensch jüdischer Abstammung, der sich zu Jesus Christus bekehrt hat. Barnabas verfügt über die Gabe eines Propheten und Lehrers (Apostelgeschichte 13, 1)

JM erfährt in jungen Jahren eine christliche Prägung, vielleicht war er Augenzeuge der letzten Tage Jesu und der Gründung der Urgemeinde in Jerusalem. 

Die Missionsreisen

Sicher ist, JM begleitet Paulus und Barnabas auf ihrer ersten Missionsreise. Aus unbekannten Gründen bricht JM die Reise jedoch ab und kehrt nach Jerusalem zurück (Apostelgeschichte 13, 13).

Dieser Wankelmut führt zu einer ernsthaften Auseinandersetzung zwischen Paulus und JMs Onkel Barnabas. Paulus will ihn auf die zweite Missionsreise nicht mitnehmen, Barnabas reist deshalb alleine mit JM nach Zypern.

Johannes Markus in Rom

Später muss eine Aussöhnung stattgefunden haben, denn wir treffen JM als Mitarbeiter von Paulus (Philemon 24) während dessen erster Gefangenschaft in Rom wieder (Kolosser 4, 10).

Auch während seiner zweiten Gefangenschaft verlangt Paulus ausdrücklich nach der Anwesenheit von JM (2. Timotheus 4, 11) und seinem Dienst.

JM kommt dieser Bitte nach. Ausserdem erfahren wir, dass JM ein enges Verhältnis zum Apostel Petrus genießt, der ihn „Sohn“ nennt (1. Petrus 5, 13).

JMs Zeit in Rom und seine enge Verbindung zu verschiedenen Schlüsselfiguren des frühen Christentums haben wichtige Bedeutung für die Abfassung des Markus-Evangeliums.

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