Halleluja im nassen Park

Ich mag es, wenn viele Menschen gemeinsam Gott loben. Wenn wir gemeinsam singen und Ihn feiern. Das Gefühl dabei ist einzigartig, großartig, mitreißend:

Lobpreis-Zeit – die schönste Zeit des Tages.

Neulich ist mir ein Gedanke zum Lobpreis gekommen …

… das war am 20.03.2021, einem Samstag, morgens um ungefähr halb acht in Berlin. 

Genauer gesagt: in einem einigermassen gepflegten Park-Grundstück ganz in der Nähe von Schloß Bellevue. Es nieselte, ekliges Wetter … ich war mit Janneke auf einem kleinen Morgenspaziergang und am Ausgang des Parks stand eine heruntergekommene Gestalt.

Ein Mann.

Zunächst habe ich ihn gar nicht wahrgenommen, wie aus heiterem Himmel stand er vor uns … und hielt uns bittend, fast schon fordernd, seine Hand entgegen.

Wobei halten das falsche Wort ist: Seine Hand war so sehr am Schwanken, dass ich Mühe hatte, ihm etwas hineinzulegen.

Ich musste mit meiner Linken seine Hand festhalten, um mit der Rechten etwas hineinzulegen. 

Und ich habe mich dabei geschämt.

Wer bin ich, dass es mir so gut geht?

Ich habe meinen Wohlstand genauso wenig verdient wie dieser Mann seine Armut. Die „Fehler“, die er vielleicht gemacht hat und die ihn in diese Lage gebracht haben, können mir auch passieren.

Wir alle leben allein in der Gnade Gottes.

Was ich eigentlich sagen will:

Wenn wir Gott feiern und lobpreisen, ist das gut.

Wir sollen das tun. (Nachzulesen zum Beispiel in Psalm 150.)

Doch sei dir immer bewusst, dass Lobpreis ein Geschenk ist, das dir Kraft gibt für die Zeiten, wo es nichts zu feiern gibt.

Wie an diesem Morgen in dem verregneten Park in Berlin.

Jörg „der den Lobpreis liebt“ Peters

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