Liebe und Vergebung, oder: Wie aus einer liebevollen Geschichte brutale Realität wird

Neulich bin ich bei meiner Suche nach neuen Ideen auf den amerikanischen Geistlichen John R. Aurelio gestossen. Aurelio hatte das Talent, biblische Zusammenhänge über Liebe und Vergebung in einfacher Weise anschaulich zu machen.

So wie hier:

Am sechsten Tag schuf Gott den Menschen: Mann und Frau, Adam und Eva. Am siebten Tag ruht Gott sich aus. Er ist sehr zufrieden.

Abends besucht Gott die beiden Menschen, um ein wenig zu plaudern. Im Laufe des Gesprächs fragen sie ihn, ob er ihnen nicht etwas Besonderes als Erinnerung an ihren Geburtstag schenken möchte.

Gott gibt gerne. Deshalb schenkt er den beiden eine Münze. Das Besondere? Auf der einen Seite ist das Wort „LIEBE“ eingraviert. Zufrieden und glücklich legen Adam und Eva sich schlafen.

Der achte Tag bricht an. Es ist kein guter Tag, denn Adam und Eva lassen sich vom Teufel verführen. Sie essen vom Baum der Erkenntnis, obwohl Gott ihnen ausdrücklich gesagt hat, dass sie es nicht tun sollen. Eine Konsequenz Ihres Ungehorsams ist, dass sie den Garten Eden verlassen müssen. Verzweifelt gehen sie fort. Nur um eines bitten sie Gott noch:

„Gib uns deine Zusicherung, dass du uns niemals verlässt!“

„Ihr habt die Münze!“

„Aber auf der Münze steht LIEBE“, antworten sie. „Wir haben die Liebe verloren, wie sollen wir sie je wiederfinden?“

„Dreht die Münze um“, sagt Gott.

Genau das tun sie. Und was finden sie auf der anderen Seite? Dort ist ebenfalls ein Wort eingraviert. Es lautet VERGEBUNG.

Es gibt keine Liebe ohne Vergebung. Und es gibt keine Vergebung ohne Liebe.

Damit könnte die Geschichte jetzt zu Ende sein …

… doch stattdessen erreicht sie das wahre Leben und wird brutale Realität.

Am 21. Dezember 1993 wird Vater Aurelio schuldig gesprochen, drei Jungen sexuell missbraucht zu haben.

Der Mann, der mit seinen liebevollen Geschichten zu biblischen Themen ungezählte Menschen berührt hat, wird einer großen Sünde überführt und verliert alles.

Liebe und Vergebung sind die zwei Seiten derselben Münze.

Um das wirklich zu verstehen, brauchen wir Jesus.

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