Prioritäten setzen im Leben: Ist das wirklich wichtig?

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer sich keine Prioritäten in seinem Leben setzt, der hat Stress und wird dennoch nicht viel erreichen
  • Prioritäten bestimmen, wie du deinen Tag verbringst: zielgerichtet oder wie ein Blatt im Wind
  • Es ist gut, Prioritäten für den Tag zu haben. Besser ist es, Prioritäten für das Leben zu haben.
  • Die oberste Priorität in deinem Leben führt dich jeden Tag und bis an dein Lebensende. Sie bestimmt, wo du letztlich „landest“. 
  • Hier springst du direkt zur Geschichte „Steine im Glas“

Du hast viel zu tun. Zu viel. Schon morgens im Bett packt dich der Frust. Mutlos stehst du auf, machst dir einen Kaffee und dann geht es los:

Zu viele Aufgaben, zu viele Verpflichtungen, zu viel zu tun – und der Tag ist viel zu kurz. Abends fällst du wie erschossen ins Bett. Und an „morgen“ magst du gar nicht denken …

Kommt dir das bekannt vor?

Auf dieser Seite geht es darum, wie du in deinem Leben Prioritäten setzt. Das wird dir helfen, aus dem Hamsterrad herauszukommen … und ein neues, besseres Leben zu führen.

Lies weiter: 

Was versteht man unter Prioritäten?

Prioritäten bezeichnen eine Reihenfolge, bei der das Wichtigste ganz oben steht. Dieser erste Punkt hat die höchste Priorität (erste Priorität). Die weiteren Punkte auf der Liste nehmen in ihrer Wichtigkeit immer mehr ab.

Man kann auch sagen: Prioritäten sind das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit (zuerst) richten. Sie sind die Schlüsselelemente unseres Lebens, die wir erreichen wollen. Diese Schlüsselelemente können Lebensziele sein, im einfachen Fall auch die Aufgaben eines Tages oder einer Woche. Wir setzen unsere Energie und Ressourcen ein, um sie zu erreichen.

Beispiele für das Setzen von Prioritäten:

Manche Menschen erstellen sich eine Prioritätenliste für den Tag. Ganz oben steht die Aufgabe, die am wichtigsten ist, die sie unbedingt erledigen wollen. Sie beginnen keine neue Aufgabe, bevor sie diese erste Aufgabe nicht abgeschlossen ist. Auf Platz zwei folgt eine weitere Aufgabe, die sie danach erledigen wollen. Dann, im Laufe des Tages, haken sie eine Aufgabe nach der nächsten wie auf eine Checkliste ab. 

Gut ist auch, nicht nur Prioritäten für den Tag oder die Woche, sondern für das eigene Leben zu haben: Was ist dir am wichtigsten? Hast du Werte, die du leben möchtest oder gibt es Lebensziele, die du erreichen willst? Es ist entscheidend, dass du dir hierüber Gedanken machst. Möchtest du zum Beispiel mit 50 Jahren genügend Geld verdient haben, um in den Ruhestand zu gehen? Du wirst dann ein völlig anderes Leben führen (müssen) als jemand, dessen Prioritäten im Leben darin liegen, Jesus Christus nachzufolgen und ein neuer Mensch zu werden.

Wie auch immer du deine Ziele im Leben festlegst: Wenn du es ernst meinst, bestimmen sie dein Leben. Du machst sie dir immer wieder bewusst und sie sind der Nordstern deiner Zukunft. Alles richtest du nach ihnen aus und unterschwellig (oder auch sehr offensichtlich) sind sie bei jeder Entscheidung mit dabei.

Warum sind Prioritäten wichtig?

Es ist wichtig, sich Prioritäten zu setzen.

Ohne Prioritäten weisst du nicht, wo du beginnen und was du dann als Nächstes tun sollst. Dein Tagesablauf wird dann von Lust und Laune oder – noch schlimmer – von anderen Menschen bestimmt, die dir ihre Wünsche, Erwartungen und Erfordernisse als Aufgaben „zuschieben“. Im Extremfall bist du den lieben langen Tag mit den Aufgabenlisten anderer Menschen beschäftigt. Wo bleibst du dabei?

Wenn du dir Prioritäten setzt, dann bist du weniger anfällig für „Störungen und Beeinflussungen“ von anderen Menschen und all den weiteren Faktoren, die in dein Leben hineinspielen.

Was für den Tag gilt, gilt erst recht für die Festlegung von Prioritäten, die dein Leben betreffen. Wenn du nicht weißt, wo du im Leben letztlich hinwillst, dann wirst du auch nur an beliebiger Stelle landen. Ob es dir dort gefällt, wage ich zu bezweifeln. Du bist im Niemandsland, gestrandet auf einer Insel, die du dir nicht ausgesucht hast. Deshalb: Nimm dir Zeit und denke darüber nach, welche Prioritäten du für dein Leben hast.

Falls du keine Idee hast, wie du Prioritäten im Leben setzen kannst, trag dich in den Newsletter von Liebeland ein. Nach und nach wird dir der Weg dann immer klarer werden.

Was sind die wichtigsten Prioritäten?

Ich kenne Menschen, die verbringen ihr gesamtes Leben damit, nach Geld, Ruhm, Anerkennung, Sicherheit, Einfluss, Bewunderung oder ähnlichen Dingen zu streben. Ihre Hauptpriorität besteht darin, diese „Ziele“ in ihrem Leben zu verwirklichen. Sie glauben, dass sich etwas „ändert“, wenn sie diese Ziele erreicht haben. Wenn sie erst einmal bewundert werden, dann sind sie glücklich. Oder, wenn sie ausreichend Geld haben (was ist ausreichend?), dann können sie sorgenfrei leben.

Doch diese Annahme ist falsch.

Selbst wenn sie eines oder mehrere dieser Ziele erreichen, ändert sich nichts. Sie stellen fest: „Man hat niemals genug Geld, es könnte immer noch mehr sein.“ und „Wenn ich bewundert werde, dann will ich von noch mehr Menschen bewundert werden.“ Vielleicht hast du schon ähnliche Erfahrungen gemacht. 

Ich verrate dir etwas: Unsere selbstsüchtigen Wünsche führen immer und ohne Ausnahme dazu, dass wir „noch mehr“ haben wollen. Niemals in der Weltgeschichte hat ein Mensch seine Befriedigung und tiefste Zufriedenheit aus weltlichen Annehmlichkeiten wie Geld, Ruhm oder Macht geschöpft.

Denn hinter all diesen „Zielen“ steckt etwas anderes. 

Das Christentum gibt eine Antwort, was dieses „etwas“ ist. Und wie man es erreichen und damit echte Zufriedenheit erreichen kann.

Was ist die oberste Priorität in deinem Leben?

Menschen haben oft nur diffuse Vorstellungen davon, was die höchste Priorität in ihrem Leben hat, wenn sie überhaupt so etwas wie eine obere Priorität haben. Manchmal habe ich das Gefühl, viele machen sich erst in dem Moment Gedanken über diese Frage, wenn man sie fragt.

Ist das bei dir auch so?

Eine Standard-Antwort, die du immer wieder hören kannst, lautet ungefähr wie folgt: „Meine obersten Prioritäten im Leben sind Familie, Gesundheit und Geld verdienen. Ich möchte lange gesund und fit bleiben und viel Geld verdienen, um auch im Alter gut leben zu können.“

Es ist wichtig, eine erste Priorität im Leben zu haben. 

Allerdings ist es genauso wichtig, diese erste Priorität richtig zu wählen. 

Ich habe eine Geschichte für dich, die all das, was wir bisher auf dieser Seite besprochen haben, wunderbar widerspiegelt. Lies sie jetzt, ich wünsche dir viel Spaß und dass es „Klick“ macht:

Geschichte: Steine im Glas

Der alte Pastor bittet seine Gemeinde, nach dem Gottesdienst noch kurz zu bleiben. Er möchte ihnen etwas zeigen. Gespannt verfolgen seine Schäfchen, wie er ein großes Fünf-Liter-Glas auf einen Tisch stellt. Dann holt er eine Handvoll faustgroße Steine und legt sie vorsichtig bis zum oberen Rand in das Glas. Dann schaut er hoch und fragt: „Ist das Glas voll?“

„Ja“, antwortet die Gemeinde unisono.

„Seid ihr sicher?“ Der Pastor greift unter den Tisch und holt einen Eimer mit Kies hervor. Den schüttet er von oben in das Glas, sodass der Kies die Zwischenräume der Steine füllt. Er lächelt die Gemeinde an und fragt noch einmal: „Was meint ihr, ist das Glas jetzt voll?“

Die Antwort kommt nicht ganz so schnell und auch nicht ganz so selbstsicher wie beim ersten Mal: „Wahrscheinlich nicht“, antwortet eine mutige Schwester in der ersten Reihe.

„Gut!“, erwidert der Pastor. Er bückt sich unter den Tisch und taucht mit einem Säckchen Sand in den Händen wieder auf. Diesen Sand lässt er in das Glas rieseln. Weitere Zwischenräume füllen sich. „Ihr Lieben, ist das Glas jetzt voll?“

„Nein“, ruft die Gemeinde, diesmal wieder wie mit einer Stimme.

„Ihr seid gut!“, lächelt der Pastor. Jetzt nimmt er einen Krug mit Wasser und füllt das Glas bis zum Rand.

„Ich denke, wir sind uns einig: Jetzt ist das Glas voll!“ Einstimmiges Nicken. Der Pastor schaut in die fragenden Gesichter all der Männer und Frauen, die er seit vielen Jahren so gut kennt. „Wisst ihr, warum ich euch all dies heute gezeigt habe?“

Diesmal ist es ein Mann, der eine Antwort gibt: „Vielleicht willst du uns zeigen, dass immer noch was geht. Egal, wie voll der Tag oder der Terminkalender ist, man kann immer noch ein paar Dinge hineinpacken, wenn man sich nur Mühe gibt.“

Der Pastor muss lauthals lachen: „Nein, darum geht es nicht. Jesus sagt uns doch, sein Joch ist leicht, wie sollte ich da so etwas von euch verlangen? Die Wahrheit, die ich euch heute zeigen wollte, ist die folgende: Wenn man die großen Steine nicht zuerst hineinlegt, wird man sie nie hineinbekommen.“

In der Gemeinde ist es still.

Man sieht den Menschen an, dass sie versuchen, den tieferen Sinn zu verstehen. Schließlich bricht der Pastor das Schweigen: “Jesus sagt uns, dass wir ihm folgen sollen. DAS ist ein dicker Stein. Den müssen wir an allererster Stelle in unser Glas hineinlegen. Jeden Tag wieder.“

Die Gemeinde nickt.

„Wenn wir zulassen, dass all die weltlichen Aufgaben, unsere diesseitigen Probleme und das tägliche Klein-Klein unser Glas füllen, dass werden wir die großen Steine nicht hineinlegen können. Meine Illustration heute zeigt uns, dass es unsere Verantwortung ist, unsere Prioritäten richtig zu setzen.

Und unsere erste Priorität als Jesu Jünger ist es, ihm zu folgen und das zu tun, was er uns sagt.

Das sind unsere großen Steine.“

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.