Leben im Hamsterrad

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Hamsterrad ist eine Metapher für einen endlosen Kreislauf von Aufgaben und Verpflichtungen ohne wirklichen Fortschritt und oft ohne erkennbares Ende.
  • Der Hintergrund des Bildes ist folgender: Hamster sind niedliche kleine Nagetiere, die es lieben, in Rädern herumzulaufen. Sie sind dafür bekannt, dass sie im Kreis laufen, bis sie vor Erschöpfung sterben. Bei Menschen führt die Erschöpfung oft zum Burnout.
  • Menschen, die im Hamsterrad feststecken, neigen dazu, sich zuviel an Aufgaben aufzuhalsen und dabei Pausen und Erholungszeiten zu vernachlässigen.
  • Das Entkommen aus dem Hamsterrad ist so leicht wie es gleichzeitig schwer ist: Man muss einfach nur heraustreten und es verlassen. Prinzipiell ist das wie mit dem Rauchen: Einfach aufhören.

Kennst du Menschen, die in einem Job festsitzen und bei denen man das Gefühl, sie laufen wie ein Hamster den ganzen Tag im Kreis herum?

Bist du womöglich selbst so ein Mensch?

1 Burnout kann definiert werden als „ein psychologischer Zustand, der durch Gefühle der Erschöpfung und Frustration gekennzeichnet ist, die aus einer längeren Belastung durch Stressfaktoren wie Arbeitsüberlastung, mangelnde Kontrolle über die Ergebnisse und zwischenmenschliche Konflikte resultieren“.

Steckst du beruflich oder privat in einer „Sackgasse“? Du bist eingebunden und siehst keine Möglichkeit, den immer gleichen Tagesablauf zu ändern oder gar zu verlassen? Du hast Angst, dass du irgendwann zusammenklappst, vor Langeweile stirbst oder dass du einen Burnout1 bekommst?

Die gute Nachricht: Du bist nicht allein! Unsere moderne Gesellschaft mit ihren vielen Anforderungen stellt Menschen jeden Alters vor große Herausforderungen. Und manchmal landet man in einer Sackgasse. Doch man muss Geld verdienen, man muss zuhause funktionieren, es muss weitergehen … und schon ist man im sogenannten Hamsterrad.

Dieser Artikel kann dir helfen, dem Hamsterrad zu entkommen und zu einem selbstbestimmten glücklichen Leben zu finden.

Was ist das Hamsterrad?

Das Hamsterrad ist eine beliebte Metapher für einen endlosen Kreislauf ohne nennenswerte Fortschritte. Man tut Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr das Gleiche, ohne dass man wirklich vorankommt. Das Hamsterrad ist vielleicht deshalb so ein passendes Bild, weil man das Gefühlt hat, sich ständig im Kreis zu drehen und nichts zu erreichen.

Stress in Arbeit und Beruf

Es ist leicht, in eine Routine zu verfallen und dann irgendwann festzustellen, dass man sich „festgefahren“ hat. Im täglicher Einerlei hat man sein Ziel und seine Ambitionen vergessen. Im schlimmsten Fall wurden deine Ziele im Laufe der Zeit immer blasser und wurden schließlich bedeutungslos. Du glaubst nicht mehr an sie und verlierst das Interesse an ihnen.

Vielleicht arbeitest du aber auch hart und bist genau in der Spur, kommst aber trotzdem nicht weiter. Es scheint, als ob du dich im Kreis drehst und keine wirklichen Fortschritte machst. Strengst du dich besonders an, führt das nur dazu, dass sich dein Rad noch ein wenig schneller dreht. Raus kommst du trotzdem nicht.

Eintönigkeit im privaten Umfeld

Beim Hamsterrad denken viele Menschen an die Arbeit. Doch auch der private Bereich kann betroffen sein. Auch als Hausfrau, Rentner oder einfach nur als Privatperson kann man in einem Kreislauf der Geschäftigkeit gefangen sein, in dem man nie genug Zeit hat, um alles zu erledigen, was man tun muss.

Dpie Ursachen für einen Burnout im privaten Bereich sind im Regelfall die gleichen wie im beruflichen Umfeld: Wir brennen aus, wenn wir ständig mit zu vielen Dingen gleichzeitig jonglieren.

Wir sind gestresst, wenn wir das Gefühl hat, die Dinge nicht im Griff zu haben. Wenn zum Beispiel ein Termin mit den Kindern beim Zahnarzt ansteht und du nicht weisst, wie du ihn einhalten sollst, dann fühlst du sich mit großer Wahrscheinlichkeit gestresst. Wenn solche Situationen regelmäßig auftreten, kann das in einen Burnout münden.

8 konkrete Tipps, wie du dem Hamsterrad entkommst

Ein Fünfjähriger zum Thema Prioriäten: Zieh zuerst deine Hose an, dann dein Hemd und dann deine Schuhe. Wenn du deine Schuhe nicht finden kannst, schau unter dem Bett nach. Letztendlich geht es bei Prioritäten immer um die Reihenfolge.

    • Setze dir Prioritäten auf deiner Liste der täglichen Aufgaben. Es gibt Dinge, die müssen heute erledigt werden, die müssen sogar jeden Tag erledigt werden. Aber gilt das tatsächlich für jeden Punkt auf deiner Liste?
    • Kannst du Aufgaben an jemand anderes abgeben? Glaube bitte nicht, dass nur du alles erledigen kannst. Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben und vielleicht ist diese dein Weckruf, jemand anderem mehr zuzutrauen … und eine Aufgabe zu delegieren
    • Stell sicher, dass du über ausreichende Ressourcen verfügst. Nichts ist stressiger, als mit der eigentlichen Arbeit aufzuhören, weil du erst noch einmal Material besorgen musst.
    • Du solltest eine klare Vorstellung davon haben, welches Ergebnis du erreichen willst, bevor du mit der Arbeit beginnst. Nicht alles muss bis ins Detail geplant sein (das kann auch zur Paralyse führen), aber du solltest zumindest so etwas wie einen ungefähren Plan haben.
    • Ordne deine Aufgaben in regelmässigen Abständen. Deine täglichen Aufgaben gehst du immer wieder mal kurz durch. Deine wöchentlichen Aufgaben schreibst du dir zu Beginn der Woche auf und ordnest sie dabei nach Wichtigkeit (und Dringlichkeit).
    • Größere Projekte und Ziele kannst du monatlich durchgehen und justieren. Manche Menschen planen auch in größeren Zeitabschnitten wie viertel, halben oder sogar ganzen Jahren. Mach das wie du willst, du selbst kennst dich am besten. Mach es so, wie es zu dir passt und wie du es durchhalten kannst.
    • Vergiss nicht, Pausen und Ausfallzeiten einzuplanen. Es wird Tage geben, da wirst du nicht das schaffen, was du dir vorgenommen hast. Denk an Pausen und Erholungszeiten. Das wird dir auch helfen, die Zeiten, die du für eine Aufgabe oder ein Projekt benötigst, halbwegs realistisch einzuplanen.
    • Ein ganz heißer Tipp am Ende dieser kurzen Liste: Frage andere Menschen um Hilfe.

Was ist ein Burnout?

Ein Burnout tritt auf, wenn sich jemand von seiner Arbeit überfordert fühlt und emotional ausgelaugt ist. Burnouts können durch lange Arbeitszeiten, zu viel Stress oder einfach durch zu wenig Freizeit und Pausen verursacht werden.

Kurz gesagt: Wenn man den ganzen Tag über müde und gestresst ist.